Die vorhergehende Beschreibung stellt den augenblicklichen Ist-Zustand (Stand: Februar 2026) dar, der jedoch der ständigen Überarbeitung und Anpassung unterliegt.
Johannesschule Allagen – bunte Schule mit ¯Takt¯ und Schwung
Unser Schulprogramm
Allgemeine Schuldaten
Unsere Schule liegt mitten in Allagen, einem Ortsteil der Stadt Warstein. Sie wird z.Zt. von 125 Kindern besucht, die aus Allagen, aber auch aus den Nachbarortsteilen Niederbergheim, Oberbergheim und Westendorf kommen. Somit sind ein Drittel der Schüler und Schülerinnen Fahrkinder. Das Einzugsgebiet ist ländlich geprägt und die überwiegende Anzahl der Kinder, die unsere Schule besuchen, kommen aus Familien des Mittelstandes. In vielen Familien sind beide Elternteile, zumindest in Teilzeit, berufstätig, so dass das Angebot der offenen Ganztagsschule und der Übermittagsbetreuung stark in Anspruch genommen wird.
Grundlage der Erziehungsarbeit
Unsere ein- bis zweizügige Schule ist eine katholische Bekenntnisgrundschule; selbstverständlich nehmen wir Kinder aller Konfessionen bzw. ohne Bekenntnis auf.
Grundlage unserer Erziehung ist das christliche Menschenbild. Wir bekennen uns zu christlichen Bildungs- und Kulturwerten wie Nächstenliebe, Toleranz, Gerechtigkeit und Rücksichtnahme, aber auch zu erzieherischen Grundsätzen wie Pünktlichkeit, Sauberkeit, Höflichkeit und Gewissenhaftigkeit.
Die uns anvertrauten Kinder erfahren darüber hinaus Orientierungshilfen für ein rücksichtsvolles und respektvolles Miteinander und soziale Voraussetzungen, besonders im Umgang mit allen am Schulleben beteiligten Personen.
Jedes Kind wird in seiner individuellen Persönlichkeit akzeptiert und gefördert. Wir wollen, dass sich bei uns alle wohl fühlen.
Im Sinne unseres Schulmottos „Johannesschule Allagen – bunte Schule mit Takt und Schwung“ werden regelmäßig gemeinsame Aktionen für den Schulalltag geplant und durchgeführt, um das Gemeinschaftsgefühl aller untereinander zu festigen und das Wir-Gefühl zu unterstützen und dieses auch nach außen zu zeigen. Deshalb beginnen wir die Woche mit einer Zusammenkunft im Treppenhaus, wobei wir uns mit einem gemeinsamen Lied auf die Woche einstimmen. Dann singen wir häufig unser Schullied „Matrosen an Bord“ oder jahreszeitliche Lieder. Im Kunstunterricht werden regelmäßig Themen der jeweiligen Altersstufe angepasst von allen Kindern kreativ umgesetzt und auf den Fluren und als Fensterdekoration ausgestellt. Ein dekoratives Highlight ist immer die Gestaltung der Fensterfront als großer Adventskalender. Im Sportunterricht wird monatlich in allen Klassen ein neues Spiel eingeführt. Außerdem ist ein „Schul-Shirt“ mit Schullogo entwickelt worden.
Als Bekenntnisschule kommen die Grundsätze des katholischen Bekenntnisses zum Tragen, sowohl bei der Gestaltung des Schullebens (Martinszug, Adventsfeiern), als auch im Unterricht (Religionsunterricht, Seelsorge-/Kontaktstunde), aber auch durch monatliche Gottesdienste und die Vorbereitung und Unterstützung der Kommunion.
Die gute Konkretisierung der Erziehungsarbeit liegt in einer effektiven Kooperation aller Beteiligter (Team der Johannesschule, Eltern, Schulträger, Kirche, außerschul. Partner) an unserer Schule.
Regeln für das Miteinander am Schultag
An unserer Schule lernen, leben und lehren viele verschiedene Menschen. Ein geregeltes Miteinander ist dafür unerlässlich, damit alle sich wohlfühlen. Zu Beginn eines Schuljahres werden deshalb immer wieder die wichtigsten Verhaltensregeln in der Klasse, im Gebäude und auf dem Pausenhof thematisiert. In unserer Schulordnung sind diese verabredeten Regeln festgehalten.
Konzeption von Unterricht
Unsere gesamte Unterrichtsarbeit basiert auf den Lehrplänen des Landes NRW und den daraus entwickelten schulinternen Stoffverteilungsplänen der Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Englisch, Kunst, Musik, Sport, katholische Religion. Diese werden ergänzt durch die Interessen der Kinder, lokale Begebenheiten, aktuelle Ereignisse und klasseninterne Bedingungen.
Zur Vermittlung dieser Inhalte legen wir den Schwerpunkt auf folgende Unterrichtsformen: Neben dem Lehrer zentrierten Unterricht nehmen offene Unterrichtsformen (Werkstattunterricht, Stationenarbeit, Projektorientierter Unterricht, Wochenplan, Freiarbeit) einen immer größeren Stellenwert unserer schulischen Arbeit ein. Natürlich kommt hierbei auch das fächerübergreifende und teilweise klassenübergreifende Arbeiten zum Tragen.
Im Zusammenhang einer Fortbildung (2009) haben wir verschiedene Methoden als Trainingsspiralen eingeführt. Die Methoden sollen zweimal im Jahr an sogenannten Methodentagen entweder neu eingeführt werden oder gepflegt werden.
Der Klassenraum muss so gestaltet sein, dass individuelles und selbstständiges Lernen möglich ist. Durch diese Unterrichtsform hat die Lehrerin bzw. der Lehrer mehr Zeit, die Kinder zu beobachten und gezielt in Kleingruppen zu fördern.
Unsere Unterrichtsarbeit wird bereichert durch das Aufsuchen verschiedener außerschulischer Lernorte und die Unterstützung von Fachleuten (Förster, DRK-Helfer, Feuerwehr, Polizei u.a.).
Feste und Feiern im Jahreskreis sind ein fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Dabei wird das Miteinander von Schülern, Eltern und Lehrern unterstützt.
Leistungserziehung und Leistungsbewertung
In enger Anlehnung an die Richtlinien versuchen wir von Anfang an, bei allen Kindern die Bereitschaft und die Fähigkeit zu entwickeln, selbstständig zu lernen und Leistung zu erbringen. In der Regel wollen Kinder lernen und etwas leisten. Daher sind wir bestrebt, möglichst jedem Kind die Erfahrung zu vermitteln, dass es etwas kann. Dadurch wird sein Selbstvertrauen gestärkt, durch differenzierte Anforderungen gleichzeitig seine Individualität gewahrt. Auch Kinder mit geringer Lernbereitschaft und Lernfähigkeit sollen immer wieder zu neuen Anstrengungen ermutigt werden, um Lernen und Leisten als erstrebenswert zu erfahren. Sie sollen auch lernen, dass gestellte und selbst gewählte Aufgaben beharrlich und in vorgegebener Zeit zu Ende geführt werden und das Lernen durch eigene Anstrengungen zum Erfolg führen kann. Erziehung zur Leistung bedeutet aber auch Befähigung zur Zusammenarbeit und zu gegenseitiger Hilfe. Leistungsbewertung ist eine pädagogische Aufgabe und damit unverzichtbar. Sie hilft den Kindern, ihre Leistungen im Hinblick auf die angestrebten Ziele einzuschätzen. Der Lehrerin / dem Lehrer geben sie Aufschluss darüber, an welchen Stellen des Lernprozesses bestimmte Kinder besondere Hilfen brauchen oder aber durch Aufgabenstellungen neu herausgefordert werden müssen. Den Eltern geben sie Hinweise auf die Lernentwicklung ihrer Kinder und können Anlass zur Beratung sein. Grundlage der Leistungsbeurteilung sind die Anforderungen der Richtlinien und Lehrpläne, wobei immer der individuelle Lernfortschritt berücksichtigt werden muss, um Versagen nach Möglichkeit zu vermeiden und die Leistungsbereitschaft zu erhalten. Eventuell auftretende Misserfolge können zu Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung führen, bedürfen aber der Analyse.
Die Leistungen der Kinder werden auf verschiedenen Wegen ermittelt:
- Beobachtungen im Unterricht
- Führung von Heften und Mappen
- Gestaltung und Präsentation von Plakaten
- Ergebnisse von kl. Lernzielkontrollen und Diagnosearbeiten
- Klassenarbeiten
Generell werden in den Klassen 3 und 4 pro Schulhalbjahr mindestens zwei Textproduktionen (Aufsätze) sowie 4 rechtschriftliche und 4 mathematische Arbeiten geschrieben.
Auch vergleichbare Bewertungen werden gebraucht, um die in den Richtlinien und Lehrplänen verankerten verbindlichen Anforderungen nach Klasse 2 und 4 und landesweit geltenden Standards zu verdeutlichen. Dazu dienen auch die Vergleichsarbeiten (VERA) im Verlauf des dritten Schuljahres.
Die Vergleichsarbeiten finden an festgesetzten Tagen meist im Mai statt und die Kinder der dritten Schuljahre nehmen daran teil. In den Fächern Deutsch und Mathematik werden jedes Jahr unterschiedliche Schwerpunkte der jeweiligen Lehrpläne abgefragt.
Die Auswertung der Ergebnisse kann die Schule kurz vor Schuljahresende abrufen.
Die Vorstellung der Auswertung:
- die Klasse im Ländervergleich > Präsentation und Erläuterung am Elternabend
- die Schule im Ländervergleich > Präsentation/Erläuterung bei der Schulkonferenz
- die erreichten Niveaustufen der einzelnen Kinder > Elternsprechtag
Fördern und Fordern
Unser Förderkonzept zielt auf die individuelle und differenzierte Förderung aller Kinder. Wesentliche Voraussetzung ist eine frühe umfassende Diagnostik in den Basiskompetenzen (Wahrnehmung, Motorik, Sozialverhalten) und später auch den Fachkompetenzen (Deutsch und Mathematik). Dieses erreichen wir u.a. über eine Online-Diagnose (www.Grundschuldiagnose.de)
In den Jahrgängen 3 und 4 ermöglicht Förderunterricht inhaltlich und zeitlich begrenzte Fördermaßnahmen. Er wird bei uns fast ausschließlich in den Lernbereichen Deutsch und Mathematik durchgeführt und kommt grundsätzlich allen Kindern zugute, vorrangig jedoch denjenigen mit Lernschwierigkeiten. Der Förderunterricht kann u.U. auch klassenübergreifend angeboten werden.
Fördern von Interessen und Begabungen
Neben der Förderung zum Ausgleich schulischer Defizite ist uns auch das Fördern von individuellen Interessen und besonderen Begabungen unserer Kinder wichtig. Vielfältige Möglichkeiten bieten sich den Kindern, auch losgelöst von Unterricht (freiwillig) diese zu zeigen und zu stärken. Wir fördern:
Selbstständigkeit
Kinder übernehmen eigenverantwortlich
– den Ordnungsdienst für die Pausenspieltonnen,
– übernehmen Ausleihdienst in der Schülerbücherei
Leseinteresse
– z.B. nutzen von Antolin, nutzen der Bücherei,
– Teilnahme am Lesewettbewerb
Mathem. Interesse
– z.B. nutzen von Zahlenzorro (analog Antolin),
– Teilnahme am Mathe-Adventskalender
– Teilnahme am Känguru-Wettbewerb
Sport
– Teilnahme an der Fußball-AG,
– sportliche Wettbewerbe: Fußball, Schwimmen, Leichtathletik Kreismeisterschaften
– Staffellauf beim Abendsportfest,
– Schwimmtag im Allwetterbad Warstein für Abzeichen
– „Johannesschule on ice“ – Schlittschuhlaufen in Echtrop
Musik
– eigene Beiträge auf der „Offenen Bühne“ (Open stage)
– Musical-Beiträge (durch die Musical-AG)
Kunst
– Teilnahme an Malwettbewerben (Volksbank, Pfarrgemeinde)
andere
– Teilnahme an AG der OGGS
Gesundheitserziehung
In den Richtlinien für die Grundschule wird neben anderen, auch folgendes Ziel formuliert:
„Die Schülerinnen und Schüler sollen insbesondere lernen – Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Sport zu entwickeln , sich gesund zu ernähren und gesund zu leben.“ Die nachhaltige Gesundheitserziehung ist uns ein gemeinsames Anliegen und wird gerade durch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern besonders unterstützt: Jährlich kommt ein Expertenteam zum Thema Zahnprophylaxe in die Schule und alle (Kl. 1 – 4) durchlaufen einen altersentsprechenden Stationenlauf zur Zahnpflege. Außerdem wird das Anliegen „gesundes Pausenbrot“ auf den Elternabenden thematisiert.
Mit Büchern und Medien umgehen
„Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass Lesen und der bewusste Umgang mit unterschiedlichen Texten und Medien Vergnügen bereiten und zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit der Welt führen können“ Konzept zur Leseförderung: Mit zahlreichen Aktivitäten versuchen wir, die im Lehrplan Deutsch geforderte Lesekompetenz zu fördern.
- Jedes Kind erhält ein Buchgeschenk schon zur Einschulung. (Förderverein)
- Anschaffung passender Bücherkisten zum Lehrwerk Mobile für die Klassen
- Am Lesewettbewerb auf Kreisebene nehmen 2 Kinder teil, die aus den vierten Schuljahren ausgewählt werden.
- Am Ende jeden Schuljahres findet ein schulinterner Lesewettbewerb statt, bei dem jede Klasse 3 Leser ins Rennen schickt, die dann dem Kollegium vorlesen. Die Sieger erhalten einen Buchpreis, alle anderen eine Urkunde.
- Interaktives Lesen mit Antolin (Lizenz der Schule seit 2008) Die Kinder lesen zu Hause oder im Unterricht ein Buch und beantworten dann interaktiv Quizfragen zum Inhalt. Richtige Antworten werden mit Punkten belohnt. So steigert Antolin die Lesemotivation. Antolin enthält Quizfragen zu den Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur ebenso wie zu wichtigen Neuerscheinungen.
- Für den Unterricht stehen zahlreiche Lektüren als Klassensatz zur Verfügung und können vom 1. bis 4. Schuljahr eingesetzt werden.
- Aus der eigenen Schulbücherei, aber auch vom Medienzentrum werden themenbezogene Bücherkisten verwendet und ermöglichen so, selbständiges Einholen von Informationen z.B. im Sachunterricht.
- In Absprache mit den Eltern werden auch einzelne Ganzschriften angeschafft und gelesen, damit die Kinder am Ende auch das Buch behalten können.
- Für den Unterricht werden zusätzlich Lesehefte der Lese-WM angeschafft, mit denen leicht und motivierend das Textverständnis überprüft werden kann.
- Jedes Jahr nimmt die Schule am landesweiten Vorlesetag (jedes Jahr im November) teil, bei dem externe Vorleser in die Schule kommen und den Kindern aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen.
- Unsere 4. Schuljahre nehmen am landesweiten „Tag des Buches“ teil, bei dem die Kinder ein Buch geschenkt bekommen. Teilweise wurde auch schon an dem Wettbewerb zum Textverständnis teilgenommen.
- Immer mal wieder lädt die Schule einen Autor ein, der aus seinen eigenen Werken liest. Die Kinder finden es immer wieder sehr interessant einen echten Autor kennen zu lernen.
- Neben der eigenen Schülerbücherei besteht auch ein enger Kontakt zur Pfarrbücherei des Ortes und verschiedene Aktionen finden dort statt (z.B. Gespräche mit Ortsvorstehern).
- Familien können über „Gänsefüßchen“ günstig Bücher bestellen.
- Die 4. Schuljahre nehmen jedes Jahr am ZEUS-Projekt teil und lesen zwei Wochen lang die Zeitung.
- Im Unterricht verschiedener Klassen gibt es Lese-Wochen-Aufgaben, das Vorstellen/Vorlesen von Lieblingsbücher, Lesekinder des Tages lesen vor.
Unsere Schule hat außerdem seit einigen Jahren eine gemütliche Schülerbücherei, die von engagierten Eltern geleitet wird. Jeweils 3 Kinder der Klasse 4 werden als Mitarbeiter geschult und unterstützen die Eltern bei der Ausleihe an den Öffnungstagen Montag, Mittwoch und Freitag. Inzwischen ist eine große vielseitige Auswahl an kindgerechten Büchern entstanden. Bei der Anschaffung neuer Bücher werden Wünsche und Ideen des Kollegiums, aber auch der Kinder berücksichtigt. In der Bücherei werden themenbezogene Bücherkisten zusammengestellt. Antolin-Bücher sind besonders gekennzeichnet.
Der Förderverein „Verein der Freunde und Förderer der Johannesschule“ engagiert sich für viele verschiedene Projekte der Schule, aber besonders die finanz. Unterstützung der Schülerbücherei und der Leseförderung wird intensiv betrieben. Außer dem Umgang mit den Büchern zur Förderung der Lesekompetenz, versuchen wir auch die Computer– /Medienkompetenz der Kinder zu schulen. Für das Kennenlernen und die Arbeit mit dem Computer besitzt die Schule Tablets und Laptops, die bei Bedarf zusammen in den Klassen eingesetzt werden können. Jeder Klassenraum verfügt über einen Internetzugang.
Übergang vom Kindergarten – Übergang zu weiterführenden Schulen
Seit vielen Jahren finden regelmäßige Arbeitskreise zwischen den Kindergärten in Allagen und Niederbergheim und unserer Schule statt. Seit 2005 tauschen sich die Erzieherinnen und Lehrer/innen über die Lernstände der angehenden Lernanfänger, aber auch der eingeschulten Kinder, aus. Die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule besuchen bei Bedarf die Kindergärten, um die kommenden Schulanfänger zu beobachten. Mit den Eltern wird jeweils bei der Anmeldung zur Einschulung ein allgemeines Informationsgespräch geführt, in dem Probleme und Besonderheiten erörtert werden. Zudem findet ca. 8 – 10 Wochen vor der Einschulung ein Informationsabend für die Eltern in unserer Schule statt. Im Rahmen der Anmeldung wird in Form eines Schulspiels in Kleingruppen für jedes Kind ein Schulfähigkeitsprofil erstellt, in dem folgende Kompetenzen überprüft werden:
- Sprachfähigkeit: Aktiver und passiver Wortschatz, Sprachfluss, Aussprache, folgerichtiger Zusammenhang
- Grobmotorik: Balancieren, auf einem Bein hüpfen, Ball fangen
- Konzentration: Verstehen von Arbeitsanweisungen, Muster nachlegen, Lagebeziehungen erkennen
- Feinmotorik: Stifthaltung, Nachspuren, Pinzettengriff, Schneiden
- Mengen: Simultanes Erfassen, vergleichen von Mengen, rechnen mit Steckwürfel
- Hören: Nachklatschen, Nachsprechen, Merkfähigkeit
- Emotionale Schulfähigkeit: Ausgeglichenheit, Vertrauen in die eigene Person, Anstrengungsbereitschaft
- Soziale Schulfähigkeit: Toleranzverhalten, Kontaktaufnahme, Lösen von vertrauten Personen, Regeln einhalten (Gespräch), arbeitet selbstständig, arbeitet zügig
Neben den Lehrerinnen und Lehrer nehmen auch die Erzieherinnen der Kindergärten beratend an dieser Maßnahme teil. Zusätzlich zur Sprachstandsfeststellung im Rahmen der Erstellung des Schulfähigkeitsprofils machen auch die Eltern Aussagen zum Sprachstand ihres Kindes. Sie werden bei Bedarf über die Ergebnisse informiert und über vorschulische Fördermöglichkeiten beraten. Mit den Erzieherinnen werden ebenfalls notwendige Fördermaßnahmen diskutiert.
Flexible Schuleingangsphase
Die Schulkonferenz der Johannesschule Allagen hat beschlossen, die flexible Schuleingangsphase in jahrgangsbezogenen Klassen zu organisieren. Die Kinder werden in Hinsicht auf ihre Basiskompetenzen (Motorik, Wahrnehmung, Verhalten) beobachtet. Das Kollegium berät regelmäßig über die Lernstände aller Schülerinnen und Schüler. Evtl. sich andeutende Notwendigkeiten des Verweilens oder des schnelleren Durchlaufens werden zur Kenntnis genommen und erforderliche pädagogische Konsequenzen ergriffen. Die Erziehungsberechtigten werden entsprechend beraten. Kinder, deren Leistungsvermögen in allen Lernbereichen über das erweiterte Angebot hinaus geht, können durch individuelle Förderung auf die Verkürzung der Verweildauer vorbereitet werden. Kinder, die in nahezu allen Lernbereichen selbst durch stützende Fördermaßnahmen die Grundanforderungen nicht erfüllen können, verweilen ein Jahr länger in der Eingangsphase.
Beratung zur weiterführenden Schule
Im November laden wir die Eltern der 4. Klassen zu einer Informationsveranstaltung in die Schule ein und die Schulleitung stellt die verschiedenen Schulformen vor.
Vor den Halbjahreszeugnissen bieten die Klassenlehrer den Eltern die Möglichkeit zu einem ausführlichen Beratungsgespräch über die Wahl der zukünftigen Schule. Mit dem Halbjahreszeugnis erhalten die Eltern eine begründete Empfehlung für eine weiterführende Schule. Der letzte Schultag der 4. Schuljahre beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst. Anschließend werden die Kinder in einer kurzen Feierstunde mit Zeugnisübergabe aus unserer Schule entlassen. Außerdem gestalten die einzelnen Klassen ihre eigenen Abschlussfeiern. In den beiden kommenden Schuljahren wird die Entwicklung der Kinder weiter beobachtet durch die Teilnahme der Grundschullehrer an den Erprobungsstufenkonferenzen der weiterführenden Schulen.
Feste und Feiern im Schuljahr
Das erste große Ereignis am Schuljahresanfang ist immer die Einschulungsfeier, in der wir die neuen Schulanfänger willkommen heißen. Im November gestalten wir traditionell den Martinstag mit Laternenumzug. In der Adventszeit treffen wir uns jeden Montagmorgen unter dem Adventskranz, um uns mit Liedern; Gedichten, Flötenspiel und szenischem Spiel auf Weihnachten einzustimmen. Alle zwei Jahre stellt die große besinnliche Schulweihnachtsfeier in der Möhnetalhalle, die von allen Kindern mitgestaltet wird, einen Höhepunkt im Schulleben dar. Die Karnevalszeit ist ein Highlight im Schuljahr. Alle zwei Jahre veranstalten wir ein großes Schulfest rund um die Schule, dem in der Regel eine Projektwoche vorangeht. Im Frühjahr und Herbst wird das Angebot „Open Stage“ durchgeführt, dabei können die Kinder eigene Darbietungen vortragen z.B. Tänze oder Vorspielen eines Instrumentes. Kurz vor Schuljahresende besuchen uns die kommenden Schulanfänger mit ihren Kindergärtnerinnen, um einen Eindruck vom Schulalltag zu gewinnen. Am letzten Schultag werden die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen feierlich entlassen. Theaterfahrten /-vorführungen, Autorenlesungen, Klassenfahrten, Bundesjugendspiele, ein Spiel-/Sporttag für die 1. und 2. Schuljahre und der Radfahrparcours (Radfahrprüfung) runden das Schuljahr ab.
Besonderheiten im Schulleben
An unserer Schule wird die Karnevalszeit (Mittwoch bis Aschermittwoch) besonders gestaltet. Schon eine Woche vor den eigentl. Karnevalstagen „erwächst“ aus den vierten Schuljahren der Elferrat und bei einer geheimen Wahl wählen die Kinder das Prinzenpaar der Schule/Allagens. Das Paar ist auch gleichzeitig das Kinder-Prinzenpaar der Vereinigten Allagener Karnevalisten (VAK) und nimmt an der Großen Kappensitzung des Ortes teil. An Weiberfastnacht (Do.) wird der Stundenplan aufgehoben und die Kinder feiern und spielen erst in den geschmückten Klassenräumen. (ca. 3 Std.) Anschließend ziehen alle zusammen in die Turnhalle ein, wo sie schon von einer Abordnung (gr. Prinzenpaar, Tanzgarde) der VAK und auch der Karnevalisten aus Niederbergheim, samt deren Prinzen- un dKinderprinzenpaar erwartet werden. Dort halten die Kinderprinzenpaare ihre offizielle Antrittsrede.
Das anschl. Programm setzt sich aus lustigen Liedern, Tänzen und Sketchen zusammen, die einzelne Klassen einstudiert haben. Eine große gemeinsame Polonäse aller „Vampire, Prinzessinnen, Indianer und Sheriffs usw.“ beschließt dann den Tag. An Rosenmontag ist unterrichtsfrei. Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Wir besuchen gemeinsam den Gottesdienst und mit dem Erhalt des Aschenkreuzes ist die Karnevalszeit auch für uns beendet. Um den 24.Juni herum feiern wir den Johannestag (Namenstag unseres Schulnamensgebers), an dem wir als Schule mit allen Klassen einen gemeinsamen Tag (Johannesschule on Tour) mit z.B. einem Schulausflug (Sternwandern o.ä.) oder einem Sport- und Spieltag verleben. Eine weitere Besonderheit unserer Schule ist die Gestaltung und Durchführung des Martinszugs. Der Heilige St. Martin wird im Unterricht besonders besprochen und besonders das Teilen wird intensiv thematisiert. Am Martinstag (um den 11.11.) findet dann, organisiert und durchgeführt von der Allagener Feuerwehr der Laternenumzug statt. Die Kinder treffen sich in den Abendstunden mit ihren Eltern und Lehrer/innen vor der Schule. Dort werden die Laternen vom Pastor der Gemeinde gesegnet. Anschließend ziehen alle hinter St. Martin hoch zu Ross durch das Dorf. Das Blasorchester Allagen begleitet den Zug und spielt die Martinslieder. An bestimmten Stellen hält der Zug an und alle singen gemeinsam ein Lied. An der Kirche endet der Zug und es findet dort dann das Martinsspiel statt. Zwei Kinder aus den vierten Schuljahren spielen das Zusammentreffen von Martin und dem Bettler nach. Für eine feierliche Atmosphäre sorgt abermals das Blasorchester und das Läuten der Glocken vom Turm der Kirche. Anschließend gehen alle zum Feuerwehrhaus und erhalten dort die Brezel, die sie in den Tagen zuvor in der Schule bestellt haben.
